Turnverein Erkelenz 1860 e.V.

Schwimmen

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Die 1980er Jahre

Den Fans der Schwimm-Startgemeinschaft Erkelenz-Hückelhoven war die Enttäuschung über das Abschneiden der Männerstaffel bei den Mannschaftsmeisterschaften im Jahre 1982 in der Bezirksliga anzusehen. Der erste Rang des vergangenen Jahres konnte nicht wiederholt werden; man musste mit Platz drei zufrieden sein. Dies lag wohl daran, dass die gute Truppe des Vorjahres nicht mehr zur Verfügung stand: Peter Peidl und Dieter Blittgens fehlten wegen Bundeswehrdienstes, Wolfgang Kloß, Wilfried Pietsch und Ralf Hagedorn hatten großen Trainingsrückstand wegen Studiums. Das Trio Wilfried Pietsch, Wolfgang Kloß und Richard Peidl war bei der SG überhaupt der Punktesammler. Im Gegensatz zu den Männern zeigten die Damen der SG gegenüber dem Vorjahr, als sie auf Platz fünf notiert waren, dieses Mal einen Aufschwung mit Rang drei. Die eifrigsten Punktesammlerinnen waren Jacqueline Hopfenbach und Karin Reinhardt.

Den Schwimmern der Startgemeinschaft Erkelenz-Hückelhoven fiel bei den im Jahr 1983 ausgetragenen Bezirksmeisterschaften das Siegen schwer. Es gab zwar 35 Medaillen für die Ränge eins bis drei, aber ein Gefühl der Genugtuung konnte sich weder bei Trainern noch Aktiven so richtig einstellen. Zwar unterboten in diesem Jahr weitaus mehr Schwimmer die geforderten Pflichtzeiten, um überhaupt bei diesen Meisterschaften starten zu können, doch gab es weniger Bezirksjahrgangstitel als im Vorjahr. 1982 war es zwölfmal Gold, fünfmal Silber und achtmal Bronze. In diesem Jahr standen nur sieben Schwimmer auf dem obersten Treppchen. Karin Reinhardt, Spitzenschwimmerin des TV Erkelenz, erwischte nicht ihren besten Tag. Sie erreichte einen ersten Platz, fünf zweite und zwei dritte Plätze. Auch ihre Teilnahme bei den Westdeutschen Meisterschaften in Dortmund brachte lediglich gute Mittelplätze. Die Trainings- und Wettkampfbelastung im Mai war wohl zu hoch gewesen. Erfreulich hingegen war das Abschneiden der mehrfachen Stadtmeisterin Silke Kamin mit zwei Bezirksjahrgangstitel. In die Liste der Bezirksjahrgangsmeister trugen sich noch mit je einem Titel Dagmar Mehnert und Lars Röder ein.

Auf der 50-Meter-Bahn des Freibades Weisweiler fanden im Jahr 1984 die Bezirksjahrgangs-Meisterschaften für die Kurz- und Mittelstrecken des Schwimmbezirks Aachen statt. Sehr erfolgreich waren die Schwimmer vom Erkelenzer Turnverein 1860 e.V., erschwammen sie doch 23 Medaillen. Zu den miserablen Witterungsbedingungen kam noch hinzu, dass die ersten beiden Wettkampfabschnitte schon fast bis in die Nacht andauerten. Durch Massagen und Gymnastik versuchte das Erkelenzer Betreuerteam diesen Misständen entgegenzuwirken. Wie in den Jahren zuvor war Karin Reinhardt wieder einmal die fleißigste Medaillensammlerin. Sehr gute Leistungen erbrachten Silke Kamin, Martin Majewski sowie Torsten zu Klampen.

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Schreibt man in eigener Sache, so kommt man an Menschen nicht vorbei, die sich und ihre Zeit für den Schwimmsport zur Verfügung gestellt haben und es noch tun. Neben Josef Krahe, der sich um die Leitung und Organisation der Schwimmabteilung kümmerte und Dieter Leister, der die Leistungsgruppe trainierte und betreute, nahmen auch Werner Oellers und Franz Vogt an maßgeblicher Stelle im Bezirk Aachen und im Westdeutschen Schwimmverband als Schiedsrichter verantwortungsvolle Aufgaben wahr (WSV-Kader). Konrad Reinhardt und Elmar Röder (Kamprichterprüfung 1 bis 3) halfen als Kampfrichter mit, dass manch eine Veranstaltung im Schwimmbezirk Aachen erfolgreich über die Bühne ging. Uwe Majewski löste 1981 Willi Hören als Co-Trainer ab. Beide haben mit Anteil an den Erfolgen der Erkelenzer Schwimmer. Ganz besonders zu erwähnen ist der unermüdliche Einsatz von Hilde Reinhardt. Sie nahm nicht nur ihre Aufgabe als Übungsleiterin der Fördergruppe sehr ernst, sondern begleitete das Erkelenzer Team auch mit auf jeden Wettkampf. Charlotte Oellers organisierte und koordinierte das Anfängerschwimmen. Hilde Leister kümmerte sich um die "Begabtenförderung" im Anfängerschwimmen. Unter ihrer Leitung erfuhren Kleinkinder beim "Schwimmen für Mutter und Kind" ihre ersten Kontakte mit dem "großen Wasser".

Hohe Ehren widerfuhren der Schwimmabteilung des Erkelenzer Turnverein 1860 e.V. zum 125jährigen Bestehen. Die Vertreter der Vereine des Westdeutschen-Schwimm-Verbandes Bezirk Aachen trafen sich im März in der Oerather Mühle zum Bezirkstag 1985. Sieben verdiente Mitarbeiter aus dem Aachener Schwimmbezirk wurden mit silbernen Verbandsnadeln ausgezeichnet. Unter Ihnen auch der Trainer der Erkelenzer Schwimmabteilung, Dieter Leister. Seit 1972 betreut Dieter Leister die Leistungsgruppe und hat dank unermüdlichen Einsatzes schon beachtliche Erfolge im Bezirk, bei Westdeutschen- und sogar Deutschen Meisterschaften errungen. In den 13 Jahren konnte der 45jährige Hauptschullehrer seine Mannschaft von den „hinteren Rängen“ bis in das erste Drittel der Bezirksliga bringen.

Sehr erfreulich ist die Teilnahme von 452 Startern bei der Erkelenzer Schwimm-Stadtmeisterschaft 1985. Das Jubiläum zum 125jährigen Bestehen war für die Schwimmabteilung Anlass, die Gau-Meisterschaften des Gladbacher Turngaus im Schwimmen auszurichten. Das Erkelenzer Hallenbad stand ebenfalls zwei Tage im Zeichen der Mannschaftsmeisterschaft des Schwimmbezirks Aachen. In der Bezirksliga erfüllten die Schwimmer der Startgemeinschaft Erkelenz-Hückelhoven ihr Soll mit guten Mittelfeldplätzen.

Im Februar 1987 wurde ein Schwimm-Traum war. Das Damen-Bezirksligateam schaffte den Sprung in das Landesligalager. Silke Kamin, Angela Haan, Karin Reinhardt, Birgit Albert, Gerlinde Hanspaul, Ruth Wirtz, Petra Sester, Nicole Battenberg, Andrea Mosler und Jaqueline Hopfenbach waren die erfolgreichen Teilnehmerinnen.

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Bei den Bezirks- und Bezirksjahrgangs-Meisterschaften Lange Strecke in Eschweiler schaffte die zwölfjährige Silke Kamin die Pflichtzeit für die Westdeutschen Meisterschaften. Die Leistungsschwimmer starteten beim internationalen Wiesen-Pokal in Bochum auf einer 50 m Bahn im Freibad. Gemessen an den widrigen äußeren Bedingungen (7 Grad Außentemperatur, Regen und starker Wind) erzielten die Schwimmer Silke Kamin, Karin Reinhardt, Frank Lintz und Ralf Bocken hervorragende Leistungen.

Silke Kamin war die einzige Schwimmerin der Startgemeinschaft Erkelenz-Hückelhoven, die sich an den Westdeutschen Meisterschaften 1988 beteiligte. Im Kölner Bundesleistungszentrum standen die „Langen Strecken“ auf dem Programm, die Elite des Westdeutschen Schwimmverbandes war am Start. Silke drückte auf der 50 m Bahn ihre 400 m Lagenzeit aus dem Vorjahr um sieben Sekunden. Diese Zeitspanne bedeutet im Schwimmen „Welten“.

Ihren Ruf als sehr junge, aber schlagkräftige Mannschaft wurden die Schwimmer des Erkelenzer Turnverein 1860 e.V. beim 6. Nachwuchsschwimmen in Gevelsberg wieder gerecht. Auch zu früher Morgenstunde konnten sich die Leistungen sehen lassen. Viele Kinder bestritten dabei ihren ersten richtigen Wettkampf. Eine große Gruppe von Aktiven nutzte einen Wochenendausflug nach Gevelsberg, um am Freiwasserschwimmfest des Gevelsberger Schwimmvereins teilzunehmen. Die Stimmung bei den „Wasserratten“ war schon bei der gemeinsamen Busfahrt großartig, was sich auf die Leistungen übertrug. Während einige Teilnehmer früh an den Start mussten, nahmen sich die anderen den Zeltaufbau vor. Das Erkelenz-Hückelhovener Schwimm-Zeltlager wurde schließlich zu einer zünftigen Sache.

„Berlin war eine Reise wert“. Das war die einstimmige Meinung der Schwimmer des Erkelenzer Turnverein 1860 e.V., die einige Tage in Berlin zu Gast waren, wo sie auch an einem internationalen Schwimmwettkampf teilnahmen. Eingeladen hatte der Zehlendorfer Schwimmverein. Trotz der überstarken Konkurrenz konnten sich die ETV-Aktiven gut in Szene setzen.

Schwimmer aus 68 Mannschaften starteten bei den offenen Westdeutschen Meisterschaften in Dortmund. Von Erkelenz hatten sich Karin Reinhardt und Silke Kamin für diese Titelkämpfe qualifiziert. Silke Kamin war über 100 m Brust die jüngste Teilnehmerin. Silke und Karin schafften ausgezeichnete Platzierungen. Karin fuhr sogar zu den Deutschen Meisterschaften nach Karlsruhe.

Aus der Idee einer Schwimmerin wurde ein außergewöhnliches Unternehmen der gesamten Leistungsabteilung. Im Mönchengladbacher Zentralbad beteiligte man sich am „24-Stunden-Schwimmen“. Mit 16 Goldmedaillen (ab 3000 m), sieben Silbermedaillen (ab 1500 m) und zwei Bronzemedaillen (ab 500 m) erschwammen sich die Aktiven eine Strecke von 60 300 m. Insgesamt gingen in Mönchengladbach 3984 Schwimmerinnen und Schwimmer ins Wasser, die 7571 Kilometer zurücklegten.

„Hopp, hopp, hopp“ halte der Anfeuerungsruf der Schwimmer aus Erkelenz durch das Eschweiler Schwimmbad beim traditionellen Osterschwimmfest 1989. Bei den Westdeutschen Jahrgangsmeisterschaften in Remscheid trafen die Schwimmer des Erkelenzer Turnverein 1860 e.V., Silke Kamin und David Roosen auf starke Konkurrenz. Bei optimalen Bedingungen konnten beide ihre sehr guten Leistungen bei den Bezirksmeisterschaften noch übertreffen, wo David Roosen mit vier und Silke Kamin mit drei ersten Plätzen ihre Ausnahmetalente wieder einmal unter Beweis gestellt hatten.

Im Hallenbad Würselen fanden die Wettkämpfe der Bezirksliga Aachen im Rahmen der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen statt. Die Mannschaft der Startgemeinschaft, die sich im Neuaufbau befand, schaffte das selbstgesteckte Ziel Klassenerhalt. Silke Kamin stellte drei neue Vereinsrekorde auf: 100 m Brust in 1.19,4 Minuten, 200 m Brust in 2:56,2 Minuten und 100 m Freistil in 1:05,7 Minuten.

 

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