Turnverein Erkelenz 1860 e.V.

Handball

w. B-Jugend

Bergischer HC 2 – TV Erkelenz 1860 42:16 (22:7)

08. Dezember 2019

Sagen wir es mal so … es hätte ein so schönes Spiel werden können.
Wir haben uns tatsächlich um 07:15 Uhr auf den Weg nach Solingen zum Bergischen HC gemacht. Warum ein Oberliga-Spiel der weiblichen B-Jugend so früh angesetzt wird, es wird seine Gründe haben. Darum schon einmal eine Danke an meine Fahrer und auch den Mädels, die sich trotz der frühen Zeit auf den Weg gemacht haben.
Wir waren hoch motiviert und wollten den Bergischen HC 2 zeigen, dass sie nicht die einzige Mannschaft in der Liga sind, die Handball spielen können. Unter normalen Bedingungen hätte es für alle Zuschauer, Trainer und Spieler auch sicherlich ein ansehnliches Spiel werden können. Bei der Teambesprechung wurde uns dann verkündet, dass der Bergische HC 2 – übrigens als einzige Mannschaft in der Liga – das Recht (so wurde es bezeichnet) habe, bei Heimspielen mit Harz zu spielen. Ein Protest wurde unsererseits im Spielbericht vermerkt. So kamen dann unsere Mädels beim Einwerfen zum ersten Mal in den Genuss mit Harz zu „passen“. Es machte sich sofort eine Unsicherheit breit und es wurden die „verunglückten“ Pässe noch belächelt.
Entsprechend starteten wir ins Spiel. Aus 5 Pässen auf die Füße der Mitspielerinnen resultierend 5 Tempogegenstoß-Tore und so starteten wir nicht mit einem 0:0 ins Spiel sondern eben mit einem 5:0. Nach 8min konnten wir dann endlich ein Tor erzielen und so stand es nach 11:23-Spielzeit tatsächlich 11:4.
Es war kein Handballspiel zu sehen, sondern eine Mannschaft, die einfach die Schwäche der anderen Mannschaft ausnutzte. Ich möchte die Leistung und das handballerische Talent der Mädchen des Bergischen HC 2 auf keinen Fall minimieren. Sie spielen einen schönen Handball und es hat sicherlich die Berechtigung, dass sie da ganz oben in unserer Liga stehen, aber gerade dann sollte man sich vielleicht auch unter fairen Bedingungen mit den anderen Teams messen. Heute wäre die Chance gewesen 😉

Zum Spielverlauf kann man nicht viel sagen. Unsere Mädels ließen verständlicher Weise etwas die Köpfe hängen und verloren die Lust am Spiel. Dieses ging auf Kosten unserer Abwehr, die nicht mehr energisch angepackt hat und die Mädels vom Bergischen HC einfach zu viel Raum gelassen hat. Im Angriff hat man sich den Umständen entsprechend bemüht, aber ein „normaler Spielaufbau“ war gar nicht möglich.
 Fazit in der Halbzeit war, Fehler in der Abwehr haben nichts mit „Harz“ zu tun. Das können wir besser. Im Angriff versuchen den Ball sicher zu spielen. Wenn Pässe aufgrund des Harzes nicht ankommen, kann man jetzt nichts machen, aber wir müssen trotzdem in die Bewegung kommen.
Wir brauchten ein paar Minuten, bis sich die Abwehr und auch dann der Angriff eingestellt hatten. Die Ballverluste konnten minimiert werden und so konnten wir ab der 30. Minute 5 Tore bei zwei Gegentoren erzielen. Die Mädels schienen ins Spiel zu finden. Bergische HC 2 schien nicht zufrieden und nahm sofort ein Team-Timeout.
Eigenartiger Weise erhöhte sich im Anschluss extrem unsere „Fuß-Anspiel-Pässe“, die auch konsequent von den Schiedsrichtern geahndet wurden, und wir kassierten einen Tempogegenstoß nach dem anderen.
Auf die Nachfrage, was denn auf einmal los war, erhielt ich die Antwort … der Ball war auf einmal noch mehr voller Harz und total klebrig (schmunzel).

Aber hier noch mehr Anekdoten aus dem Spiel:
Wieso wirft die denn unten links einen Aufsetzer, sie wirft doch sonst oben? Ich habe rechts oben gezielt. (Es war trotzdem ein Tor)
Schade, dass du da den Ball nicht weitergespielt hast. Antwort: Der hat irgendwie an meinem Trikot geklebt.

Leider können wir bei diesem Spiel nicht sagen, wir haben etwas daraus mitgenommen oder gelernt. Vielleicht… dass man trotz dieser schlechten Umstände, nie aufgeben darf. Aber das ist schon leichter gesagt, als getan.
Zum Glück konnten wir nach dem Spiel auch viel Lachen und so hatte dieses Spiel wenigstens noch etwas Gutes. Denn jeder weiß, Lachen ist gesund.

Es spielten:
Lea Bor, Hannah Esser (Tor), Saskia Eyermanns (1), Marie Ritz (1), Tabea Röpert (1), Lilli Wolters, Lena Kaisers, Cara Ritz (6), Lotti Ewers (2), Larissa Dick (5), Blanca Höffges (1, Nati Stec, Johanna Fallschessel

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