Masters - DMS in Unna

Masters - DMS in Unna

Zum ersten Mal seit 2015 konnte die SG Erkelenz-Hückelhoven wieder mit einer Mannschaft beim NRW-Entscheid des Deutschen Mannschaftswettbewerbs Schwimmen der Masters teilnehmen. Dabei müssen jeweils mindestens vier Frauen und vier Männer aus mindestens fünf Altersklassen gemeinsam alle Strecken von 50m Schmetterling bis 800m Freistil (teilweise doppelt) schwimmen. Für jede der insgesamt 24 Strecken werden Punkte in Relation zum jeweiligen deutschen Altersklassenrekord verteilt, d.h. über die 50m Freistil schwammen in Unna zum Beispiel zwei Frauen aus den Jahrgängen 2006 und 1936 direkt nebeneinander, aber während die Zwanzigjährige 361 Punkte für ihre Mannschaft sammeln konnte, stellte die fast 19 Sekunden langsamere Neunzigjährige einen neuen Deutschen Altersklassenrekord auf und erhielt somit die maximal möglichen 1250 Punkte. Die 24 punktbesten Mannschaften aller Landesentscheide qualifizieren sich für den Bundesentscheid, der dieses Jahr in Osnabrück ausgetragen wird.

Mit Martina Laprell (AK 50) musste einer der drei Wettkampfneulinge direkt im ersten Lauf an den Start. Begleitet von der lautstarken Unterstützung ihres Teams absolvierte sie die 200m Freistil in neuer Bestzeit und sammelte wertvolle Punkte für die Mannschaft. Auch Monika Franz (AK 60) und Michael Wahle (AK 30) stellte sich tapfer der Nervosität bei ihrem ersten Mannschaftswettbewerb und stellten über 50m Brust bzw. 400m Freistil jeweils eine neue persönliche Bestleistung auf. Als älteste Teilnehmerin der SG Erkelenz-Hückelhoven konnte Monika fast 500 Punkte zum Mannschaftsergebnis beitragen und bewies, genau wie unser ältester Teilnehmer und erfolgreicher Freistil-Sprinter Rolf Pelzer (AK 70), dass unsere Masters „still tough enough to swim“ sind.

Unsere jüngste Teilnehmerin Leana Herbst (AK 20) startete zum allerersten Mal bei einem Masters-Wettbewerb. Sie erzielte aber nicht nur durchschnittlich mehr als 600 Punkte über die drei Rückenstrecken, sondern sorgte mit ihrer jugendlichen Frische auch für viel Spaß am Beckenrand. So wurden die oft als langweilig verschrienen 800m Freistil zu einem stimmungsvollen Highlight und unser Langstrecken-Spezialist Harald Hallen (AK 60) wurde auf jeder seiner 32 Bahnen von der positiven Energie des Teams getragen. Zusätzlich unterstützt wurde er von Alfons Knein (AK 60), der noch kurz vor seinem erfolgreichen Start über die 100m Lagen, zuverlässig die Wendetafel bediente. Bei Haralds zweitem Start über 100m Schmetterling beeindruckte er dann das Publikum mit seiner enormen Spannweite, sodass am Beckenrand das legendäre „Flieg, Albatros, flieg!“ zu hören war.


Neben Harald gehörte auch Ute Holt (AK 50) bereits 2015 zum DMSM-Team. Genau wie vor elf Jahren startete Ute über die 100m und 200m Brust. Diesmal durfte sie allerdings noch zusätzlich über die 200m Lagen antreten und erreichte, mit der maximal erlaubten Anzahl an Starts, beeindruckende 1991 Punkte für die Mannschaft. Mit 2034 Punkten konnte nur Max Fingas (AK 35), der als Schwimmer (100m Schmetterling sowie 100m und 200m Freistil) und Trainer der Erkelenzer Masters in einer Doppelrolle auftrat, dieses Ergebnis noch toppen. Eine starke Leistung zeigte auch Kai Kremer (AK 50), der bei seinen drei Starts über 100m Brust und Rücken sowie 200m Lagen zwei neue Bestzeiten erzielte und somit mehr Punkte als erhofft sammeln konnte, obwohl er als Brustschwimmer nur äußerst ungern auf einer Rückenstrecke antrat. Auch Tanja Lenz (AK 45) demonstrierte zum Wohl der Mannschaft ihre große Flexibilität und schwamm, statt ihrer geliebten Bruststrecken, mit 400m Freistil und 50m Schmetterling zwei sehr gegensätzliche Strecken. Mit tollen Zeiten, bei gleichzeitigem Einsatz als Kampfrichter, stellte sie dabei erneut ihren erheblichen Wert für die Startgemeinschaft unter Beweis. Eine große Unterstützung für das Team war auch Susanne Herbst, die als Kampfrichterin, Mama-Taxi und Mannschafts-Fotografin gleich mehrfach im Einsatz war. Vervollständigt wurde die Mannschaft von Ute Kremer (AK 45), die mit 200m Schmetterling und 400m Lagen, trotz krankheitsbedingtem Trainingsrückstand, zwei sehr anstrengende Strecken erfolgreich meisterte.

Insgesamt sammelte die SG Erkelenz-Hückelhoven 12.073 Punkte. Während das Team von 2015 noch mit einem Durchschnittsalter von 31 Jahren angetreten war, erzielte die, mit durchschnittlich über 50 Jahren, viertälteste Mannschaft in NRW den 16. Platz von 22 Mannschaften und befindet sich bundesweit, bei noch zwei ausstehenden Landesvorentscheiden (Südwest und Bayern), respektabel im unteren Mittelfeld.